{"id":33271,"date":"2018-09-05T09:43:05","date_gmt":"2018-09-05T07:43:05","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.opaline-factory.ch\/kultur\/"},"modified":"2018-09-05T09:43:05","modified_gmt":"2018-09-05T07:43:05","slug":"kultur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dev.opaline-factory.ch\/de\/kultur\/","title":{"rendered":"Es ist wichtig, eine Verbindung zwischen Kultur und Natur herzustellen"},"content":{"rendered":"<p><em>Wir haben Cl\u00e9ment Grandjean gebeten, uns f\u00fcr die Ausgabe von <\/em><a href=\"https:\/\/www.opaline-factory.ch\/2019\/06\/26\/opaline-nouvelle-presse\/\">Notre Nouvelle Presse<\/a><em> zum Thema Kultur einen Text zu diesem Thema zu schreiben<\/em><em>. Er schreibt vor allem in der Zeitschrift <\/em><a href=\"https:\/\/www.terrenature.ch\/\">Terre &#038; Nature<\/a><em>, und so dachten wir uns, dass er uns sicher interessante Dinge zu erz\u00e4hlen hat. Wir lieben das Ergebnis!<\/em> In jedem von uns steckt eine B\u00e4uerin, ein Landwirt (auf Franz\u00f6sisch \u00abcultivateur\u00bb). Sie bezweifeln das? Falls ja, dann ist es eine dieser kleinen Launen der Sprache, die dazu f\u00fchren, dass die Kultur (la culture) \u00fcberall ist: Man kultiviert ein St\u00fcck Land genauso wie eine Freundschaft.  Und das ist noch nicht alles.  Schreiben Sie das Wort auf Franz\u00f6sisch mit einem Grossbuchstaben (la Culture), und Sie erhalten nicht weniger als die Gesamtheit der Werte, die eine Gesellschaft ausmachen. Dies vorausgeschickt, ist es schwierig, darin nur einen etymologischen Zufall zu sehen. Ob man einen Garten, eine Beziehung oder seinen Geist kultiviert, macht keinen grossen Unterschied. Zun\u00e4chst einmal ist es Arbeit, denn es reicht nicht aus, einen jungen Strauch zu pflanzen, um ein Landgut gedeihen zu lassen, oder das erstbeste Buch aufzuschlagen, um seine Neugier zu stillen. Nein, es braucht Geduld und Hingabe, manchmal auch Mut, wenn man noch einmal ganz von vorne anfangen muss. Zugegeben, diese Arbeit ist mehr oder weniger schmutzig, je nachdem, ob man einen Kartoffelacker oder eine Liebesbeziehung kultiviert, aber in beiden F\u00e4llen ist das Vorgehen langfristig angelegt\u2026 und zwingt zur Bescheidenheit. Kultur ist vor allem die Aussicht auf eine Belohnung. Das reicht von der Zufriedenheit \u00fcber eine grossz\u00fcgige Obst- oder Gem\u00fcseernte bis hin zur Freude an einem Austausch, an einer bereichernden Begegnung. Um einerseits den K\u00f6rper, zum anderen den Geist zu n\u00e4hren. Es ist eine Frage des Gleichgewichts. Und eine Frage der Menschheit: Die Philosophen haben lange die Ansicht vertreten, dass der Begriff Kultur der Gegenbegriff zu Natur ist, dass es sich um eine Eigenart handelt, in der unsere Neigung, unsere Umgebung unter Kontrolle zu bringen, unser Gefallen an perfekt quadratischen Feldern und G\u00e4rten, die wie mit der Schnur gezogenen wirken, zum Ausdruck kommt. Was w\u00e4re, wenn sich die Dinge \u00e4ndern w\u00fcrden? Wie w\u00e4re es, wenn wir Kultur und Natur miteinander in Einklang bringen k\u00f6nnten, indem wir uns bem\u00fchen, das Potenzial unserer B\u00f6den zu schonen, oder indem wir partizipative Obstg\u00e4rten anlegen, in denen Fr\u00fcchte und Freundschaften im Rhythmus der Jahreszeiten wachsen? Projekte, die auf einer umweltfreundlicheren Landwirtschaft basieren, werden immer h\u00e4ufiger auf der ganzen Welt durchgef\u00fchrt und zeigen, dass die Idee sich durchsetzt. Die Art von Revolution, die zuerst in den K\u00f6pfen und Herzen entsteht, bevor sie sich auf dem Land ausbreitet. Eine kulturelle und Kultur-Revolution. Wer war das noch, der gesagt hat, dass alles miteinander verbunden ist?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir haben Cl\u00e9ment Grandjean gebeten, uns f\u00fcr die Ausgabe von Notre Nouvelle Presse zum Thema Kultur einen Text zu diesem Thema zu schreiben. Er schreibt vor allem in der Zeitschrift Terre &#038; Nature, und so dachten wir uns, dass er uns sicher interessante Dinge zu erz\u00e4hlen hat. Wir lieben das Ergebnis! 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